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Blaulichttag ’19 im September – Der Tag der offenen Tür am Kuhsee

In diesem Jahr wurde mittlerweile zum dritten Mal in Folge der große Blaulichttag – der Tag der offenen Tür – direkt am Kuhsee von uns organisiert. Im Rahmen dieses eintägigen Events hatten Besucher die Möglichkeit, alle Bereiche des Kreisverbandes Augsburg-Stadt hautnah kennen zu lernen, den Ehrenamtlichen vor Ort gezielte Fragen zu ihrer Tätigkeit zu stellen und spielerisch die eigenen Fähigkeiten im Bereich der Ersten Hilfe aufzufrischen. Zusätzlich konnten zwischen Hüpfburg und frischen Waffeln auch Einblicke in unsere Jugendgruppen gewonnen werden.

Wie auch in den vergangenen Jahren wurde Schlaf an diesem Sonntagmorgen überbewertet und Kaffee kurzerhand zum Lebenselixier erklärt. Am Vortag wurden bereits Tauchcontainer und Hüpfburg aufgebaut, sowie letzte Lieferungen für den Stichtag besprochen. Trotz alledem ließ sich zumindest vorläufig ein gesundes Stück Anspannung nicht nehmen.

Dann mal nichts wie los – Semmeln abholen, vor der Sonne am See sein, Frühstück herrichten, finale Vorbereitungen treffen und die zahlreichen Helfer empfangen.

Auch wenn in diesem Jahr wieder einmal das Memo zur Befahrung des Geländes augenscheinlich mit dem falschen Paketdienst geliefert wurde – und jetzt wahrscheinlich immer noch in irgendeiner Postfiliale auf Erlösung wartet – konnte der ungewollte Verkehrsknoten gelöst und die Fahrzeuge schon vorzeitig auf gewünschte Positionen gesetzt werden.

Auf eine große Menge Kaffee, Tee und Semmeln unterschiedlichster Bebauung folgte eine grobe Geländeeinweisung, sowie die Freigabe zum Testen der Hüpfburg, welche – wenig überraschend – kein zweites Mal ausgesprochen werden musste.

Währenddessen wuchs die kleine Zeltstadt immer weiter: Attraktionen wurden aufgebaut, der Verpflegungsstand bewaffnete sich mit Waffel- und Flammkuchenteig, Geländekarten und Veranstaltungshinweise bekamen ihre eigenen Bäume und jede Menge Absperrband fand seinen Weg aus dem dunklen Karton.

Nachdem nach und nach alles an seinem vorgesehenen Platz ankam, stand der Vorbereitung auf das organisationsübergreifende Übungsszenario nichts mehr im Wege. Dank des etwas fortgeschrittenen Zeiteisens glich der erste Versuch schon fast einer planungsmäßigen Vorführung:

Die ersten 30 Besucher bestaunten die überraschend koordinierte Vorgehensweise, applaudierten an den passenden Stellen und gaben Kreisgeschäftsführer und Moderator Michael Gebler ein aktives Publikum zum Einbeziehen.

Letzte anschließende Manöverkritik, die ein- oder andere nötige Ablaufanpassung und schon fiel der Startschuss für neun Stunden Ehrenamt pur in Wasser- und Landrettung!

Am zentralen Info-Point der ÖA wurden lebensrettende Sofortmaßnahmen ausprobiert und erlernt, Fragen sortiert und bei tiefgründigem Interesse an den persönlichen Kontakt der jeweiligen Genius-Bar der Fachbereiche weitergeleitet. Hundefreunde konnten gleich zwei Einheiten auf vier Pfoten bestaunen; die Rettungshundestaffel an Land und die Wasserrettungshunde im Wasser. Beide luden zum informativen Gespräch, präsentierten Such- bzw. Rettungstechniken auf vier Pfoten und bewiesen vor allem ihren tierisch starken Zusammenhalt.

Hunger auf mehr bekam man vor dem Pizzaofen des Verpflegungszeltes. Frisch zubereitete Flammkuchen und glutenfreie, vegetarisch angehauchte Diät-Waffeln garantierten das leibliche Wohl, während Kinderschminken, Disc-Golf mit unserer Wasserwachtjugend und eine fast in die Baumwipfel ragende Hüpfburg ihren Teil zum zwischenzeitlichen Entertainment beitrugen.

Die kompromisslose Stromversorgung bis in die letzte Zeltfalte, sowie das logistische Wunder wurden erst durch die Helfer des Bereiches „Technik und Sicherheit“ möglich. Dieser präsentierte das hauseigene Aggregat und führte durch den mitgebrachten Gerätewagen. Ganz genau hingesehen wurde beim Kriseninterventionsdienst, welcher mit Einsatzfahrzeug und vielen Helfern ausgestattet die Akuthilfe bei Betroffenen veranschaulichte.

Wir selbst konnten das Motorrettungsboot mit SEG-Fahrtzeug, die Funktionsweise der Sonargeräte und die Ausrüstungen von Wasserretter bzw. Taucher vorführen und uns auf die Suche nach dem König der Knoten begeben. Natürlich durfte auch der Besuchermagnet Tauchcontainer der Feuerwehr Augsburg-Stadt nicht fehlen, hier wurde hautnah und  mit großen Augen beim vielseitigen Einsatz Unterwasser zugesehen. Auch konnte wie im letzten Jahr wieder aktiv mit den Tauchern von außerhalb interagiert werden.

Unsere Jugend schmiss neben den Discs wieder ihren ganz eigenen Jugendstand mit Informationen rund um die Vielseitigkeit der Jugendgruppe und den Möglichkeiten für Interessierte, weit über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Zusätzlich konnten sie ihr eigenes Wissen auf die Probe stellen und Gleichaltrigen die eindrucksvolle Ausstattung des Einsatzfahrzeuges von Innen erklären.

Auch den zwischenzeitlichen Besuch von A.tv lösten die jungen Rettungsschwimmer geschickt mit Interviews und waren höchstmotiviert für die anstehenden Vorführungen.


Die beiden Einsatzübungen stellten für viele Besucher erneut das Highlight des Nachmittags dar:

Bei einer fingierten Grillfeier schmeißt ein Jugendlicher eine Deo-Dose ins Feuer – diese explodiert, zerspringt und trifft einige der Feiernden. Aufgeschreckt durch den Knall und die plötzlich größer werdenden Flammen flüchten sich drei alkoholisierte Personen ins tiefe Wasser. Die ungewohnt schwere Kleidung droht sie Unterwasser zu ziehen.

Wasserrettungshundeteams sprinten zur Hilfe, ein Einsatzleiter koordiniert SEG, Boot und Sanitätsstreifen. Taucher bergen überraschend eine – vor dem Übungsszenario untergetauchte – Mime, Rettungsdienst und Rettungshundestaffel versorgen Verwundete an Land. Alles in allem eine gelungene Vorführung!

Ohne Mampf kein Kampf: Die Verpflegung der rund 70 ehrenamtlichen Helfer wurde mit einem Großaufgebot des ortsgruppeneigen Küchenteams tagelang vorbereitet und mit überragender Raffinesse am Stichtag praktiziert.

An dieser Stelle ein großes DANKE für all euer Engagement. Events dieser Größenordnung stehen und fallen mit eurer Mithilfe und euren Ideen!

Vielen vielen Dank auch an unsere Fotografen Michael Mährlein – photoArs.de – und Alexandra Schwänzl – alexandraschwaenzl.de – die diese Veranstaltung wieder in einzigartigen Bildern festhielten und sie uns zur Verfügung stellten.

Zusätzlich auch ein Dankeschön an unsere zweite Bürgermeisterin Eva Weber, die das Event an diesem Tag mit großem Interesse verfolgte.

Großübung Jugend: Einhundertzwanzig Jugendliche üben 48 Stunden lang im Projekt „Jung übt sich: die Retter von Morgen“ den Ernstfall

Am zweiten Septemberwochenende konnten gleich zwölf Jugendliche der Wasserwacht Kuhsee an einer großangelegten Jugendübung aller Augsburger Hilfsorganisationen teilnehmen.

Gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk OV Augsburg, den freiwilligen Feuerwehren aus Stadtbergen, Kriegshaber und Pfersee, der Johanniter-Unfall-Hilfe, der DLRG und dem Malteser Hilfsdienst ging es am Freitagabend nach einer kurzen Begrüßung – unter anderem durch Augsburgs zweite Bürgermeisterin Eva Weber, sowie dem Vorsitzenden der Augsburger Hilfsorganisationen Michael Gebler – auch gleich richtig los.

Die Jugendlichen wurden direkt nach dem Abendessen mit einer Alarmierung für alle Einsatzkräfte auf das Wochenende eingenordet: Eine Flächensuche im Siebentischwald, zwei Jugendliche werden vermisst.

„Das geht ja witzig los“ – bemerkten einige unserer jungen Retter erwartungsvoll. Natürlich gaben die Mimen der Realistischen Unfalldarstellung ihr Bestes, um nicht sofort gefunden zu werden. Auch hielten sich die etwas erfahreneren Einsatzkräfte zunächst zurück, die Suche solle ja schließlich sowohl fordernd sein, als auch die Teamarbeit des frisch zusammengewürfelten Haufens stärken.

Nach anfänglicher Chaosphase konnte durch geschickte koordinatorische Fähigkeiten Vereinzelter der adrenalingeladene Hilfeleistungs-Knoten gelöst und Aufgaben gezielt verteilt werden. Weder der etwas später einsetzende Regen noch der Zeitaufwand von guten drei Stunden konnte die Jugendlichen jetzt noch davon abhalten, auch bis zum letzten Personenfund höchstmotiviert bei der Suche zu sein.

Die anschließende Versorgung der Gefundenen wurde organisationsübergreifend fast schon routiniert vorgenommen und auch die Verbringung zu den jeweiligen Rettungswägen verlief spielend.

Den ersten gemeinsamen, erfolgreichen Einsatz in der Tasche und schon sahen sich die Teilnehmer in der Pflicht, ihre ganz eigene, hoheitliche Aufgabe selbst zu basteln: Soviel frisch zubereitete Pizza wie möglich vor dem zu-Bett-gehen in sich hinein zu schaufeln. Nach so einem ausdauernden Einstieg ins Geschehen war der Hunger auf mehr wohl auch zu erwarten.

Am Samstagmorgen ließen sich unsere Nachwuchseinsatzkräfte bereits gegen 07.00 Uhr zum Partyhit „Guten Morgen Sonnenschein“ rhythmisch aus den Federn geleiten – die großzügig über die Turnhallen verteilten, basshaltigen Wiedergabeendgeräte machten zumindest ein Weiterschlafen unmöglich.

Angekommen in der Frühstückshalle ließ die Kombination aus beiläufigem Schmunzeln und Augenringen seitens der Übungsleitung dann auch schon den Tagesverlauf vermuten: Dauereinsatz für alle Teilnehmer!

Nach und nach wurden die vereinzelten Organisationen über die Lautsprecher zu ihren individuellen Einsatzaufträgen beordert – zwischenzeitlich auch zu gemeinsamen Herausforderungen – und durften eine ganz neue Vielseitigkeit ihres Ehrenamtes kennenlernen.

Ob Verkehrsunfall, Tierrettung, Verletztenbergung aus der Bunkeranlage des Wittelsbacher Parks oder Brunnenbau mittels Sandsäcken auf dem Rathausplatz, die Jugendlichen waren mit Feuer und Flamme dabei.

Seitens der Wasserrettungsszenarien wurde sich noch einmal etwas weiter aus dem Fenster gelehnt, oder besser gesagt, aus einer Brücke:

Aus schwindelerregender Höhe sollten die Übenden unter erfahrener Aufsicht der Bergwacht von der Osrambrücke auf ein Motorrettungsboot abgeseilt werden. Die Aktion erforderte aufgrund der Strömungsverhältnisse sowohl seitens der Bergretter als auch seitens der Bootsführer großes Fingerspitzengefühl, bereitete den Erwachsenen Teilnehmern dadurch aber auch sichtlich Spaß – „Das können wir gerne öfter machen!“.

Die jungen Retter sahen sich das Spektakel eines luftigen Patiententransportes zunächst mit großen Augen von unten an und bekamen erste Einweisungen auf Seiltechnik und Vorgehensweise, die während ihrem vertikalen Abstieg ins Ungewisse hilfreich werden könnten.

Oben angekommen wagten sich die nun aktiven Teilnehmer mit einem gewissen Respekt vor der Tiefe über die Brüstung, bekamen langsam aber sicher ein Gefühl der Schwerelosigkeit, um sich dann unter Zuhilfenahme der Erdanziehung in das schwungvoll in die Strömung geparkte Motorrettungsboot manövrieren zu lassen. Bei anschließender Nachbesprechung konnten die wenigsten ein breites Grinsen verbergen, offensichtlich ein gelungener Start in den Tag.

Zurück in der Turnhalle konnte die aufdringliche Frage „Wann geht’s denn weiter … ?“ noch nicht komplett ausgesprochen werden, da meldete sich die mittlerweile vertraute Stimme aus den Lautsprechern: „Achtung! Wasserrettungseinsatz für die Wasserwacht und die DLRG – es geht zum Weitmannsee!“

Mit dem halben Mittagessen To-Go wurde sich zeitnah an den Einsatzfahrzeugen eingefunden und zu benanntem See verlegt. Vor Ort wartete eine zunächst eher harmlos wirkende Situation: zwei umherirrende Mimen der Unfalldarstellung. Nach kurzem Gespräche mit Versorgung wurde allerdings schnell klar, dass das Szenario auf eine großangelegte Vermisstensuche für 4 Personen im Wasser abzielte.

Folglich wurde ein Einsatzleiter von den jungen Rettungskräften bestimmt, erste Maßnahmen zur schnellen Gebietserkundung per Rettungsboot eingeleitet und mit dem gängigen Manöver der Schnorchelkette erst der Uferbereich, dann das tiefere Gewässer durchkämmt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten waren die Teams der beiden Organisationen gut aufeinander eingespielt und retteten erfolgreich zwei Mimen von Inseln, sowie zwei Puppen aus den Tiefen des Gewässers. Nach medizinischer Versorgung der Mimen noch die Manöverkritik und alternative Fakten zu Herausforderungen des Einsatzes.

Anschließend sollte den jugendlichen Rettern eigentlich nur eine kurze Verschnaufpause gegönnt werden, doch bei der Bestellung der Witterungsverhältnisse wurde für den späten Nachmittag wohl der falsche Paketdienst beauftragt.

Das tobende Unwetter ließ die nachfolgenden, geplanten Szenarien aller Organisationen zwar kurzfristig ins Wasser fallen, hinderte aber keineswegs die Übungsteilnehmer daran, in der Turnhalle ihren Spaß zu haben. Geschickt wurde die Wettersituation mit einer Anreihung von Kennenlern-Minispielen pariert, sodass zwischenzeitlich das Wetterradar studiert und ein Alternativprogramm auf die Beine gestellt werden konnte.

Zu später Stunde dann doch noch eine überraschende Einsatzübung. Müde Gesichter wurden bei Vortrag des Szenarios hellwach, motivationsgeladen und bereit für die nächste Herausforderung.

Im Schatten der Dunkelheit pirschten sich die Einsatzfahrzeuge aller teilnehmenden Organisationen an den Bergheimer Baggersee heran. Dort war eine Grillfeier wohl etwas aus dem Ruder gelaufen; mehrere Mimen versteckten sich im Wasser, einige an Land und das Partyvolk versuchte die Einsatzneulinge nach bester Manier bei ihrer Arbeit zu stören. Zudem wartete ein Hindernis der besonderen Art: völlige Finsternis.

Mit einsatzbedingter Hektik war das Gelände nach kurzer Zeit besser beleuchtet als so manche Kleinstadt, was den Einsatzkräften eine zielgerichtete Rettung und Versorgung der Vermissten ermöglichte. Ob im Wasser oder an Land, die eindrucksvolle Zusammenarbeit übertraf alle Erwartungen und sorgte für ein vorzeitiges Übungsende. Schon jetzt war ein großer Fortschritt erkennbar.

Mit Nachlassen der Anspannung siegte auf der Rückfahrt zur Turnhalle dann schlussendlich der Sandmann und nur Wenige konnten vor Ort die Tradition des Vorabends – die Vernichtung von Pizzabergen – weiterführen.

Sonntag. Nach gefühlten zwei Stunden Schlaf holte die Musikanlage noch einmal alles aus sich heraus: Mit schrillen, aber nicht weniger rhythmischen Bässen als am Vortag bewegte sich die Zahnbürste fast schon von selbst im Mund, sodass sich voll und ganz auf das Zusammenpacken konzentriert werden konnte.

Gnädigerweise begann die Kolonnenfahrt des Abschlussszenarios erst gegen 10.00 Uhr. Die 23-Köpfige, blau beleuchtete Verkehrsunterbrechung in Richtung Autobahnsee wurde zusätzlich durch die BRK-eigene Motorradstaffel abgesichert, was nochmals für Vorfreude und Faszination –  insbesondere bei den jüngeren Übungsteilnehmern – führte.

Angekommen am Autobahnsee ging dann alles ganz schnell. Ein lauter, dumpfer Knall läutete das Inferno des Abschlussszenarios ein:

Das dort stattfindende Open-Air-Konzert wurde durch eine unerwartete Explosion unterbrochen und die an den Parkplatz angrenzende Wiese war komplett in eine dicke, undurchdringliche Rauchwand gehüllt. Zahlreiche schwerverletzte und panische Besucher, angetrunkene Jugendliche, die ins eiskalte Wasser geflüchtet sind und erlebnisorientierte Zuschauer waren die Folge.

Um dieses Großangelegte Szenario unter Kontrolle zu bekommen, hatten die insgesamt einhundertzwanzig Jugendlichen alle Hände voll zu tun. Die Feuerwehren brachten das Feuer unter Kontrolle und bargen erste Verletzte, welche sofort von den jungen Sanitätern gemeinschaftlich behandelt wurden. Das THW sorgte für einen reibungslosen Ablauf auf Parkplatz und Equipmentzufuhr, unterstütze bei Behandlungen und Transport, sowie die Einsatzleitung vor Ort.

Die Einheiten der Wasserrettung mussten schnellstmöglich fünf Mimen aus dem frostigen Gewässer vor dem Ertrinken bewahren. Schutzausrüstung an, kurzer Check und anschließender Sprint zur Gewässerkante. Eine flüchtige, pädagogisch wertvolle letzte Einweisung in das Geschehen vom Gruppenführer und schon ging’s ins kühle Nass.

Unter Anwendung verschiedenster Rettungstechniken konnten letzten Endes alle Mimen an Land verbracht werden, die medizinische Erstversorgung wurde selbstverständlich auch sofort von den jungen Wasserwächtlern durchgeführt.

Die Zuschauer waren von der eindrucksvollen Darstellung aller Teilnehmer sichtlich beeindruckt, was auch durch die sehr realistisch gemimten und geschminkten Darsteller der Unfalldarstellung unterstützt wurde.

Nach guten drei Stunden konnte auch dieses Szenario für erfolgreich beendet erklärt werden und es blieb nur noch das gemeinsame Abschlussgrillen beim THW. Das hatten sich alle wirklich verdient.

Abschließend lässt sich sagen, dass die gemeinschaftliche Zusammenarbeit der 48H-Übung von Erfolg gekrönt ist. In keinem anderen Projekt konnten bisher die anderen Jugend-Organisationen so gut kennen gelernt und bespielt werden. Gemeinsam macht’s dann doch um einiges mehr Spaß!

Bootsausbildung am Bodensee

Vergangenes Wochenende konnte im Rahmen der Ausbildung zum Bootsführer Motorrettungsboot am Lindauer Bodensee geübt werden.

„Mann über Bord!“ hieß es dieses Wochenende ziemlich oft, Rettungsmanöver können nämlich nie genug wiederholt und praktisch ausgeführt werden. Denn auch hier gilt: Übung macht den Meister.

Anlegen, Ablegen, das Steuern nach Schifffahrtszeichen oder das Wenden auf engem Raum in der Bootsgarage gehörten ebenso zum Programm, wie das Beifahren am eindrucksvollen, 14 Meter langen Motorrettungsboot „Seewolf“ der Lindauer Wasserwacht. Durch das ausgezeichnete Zusammenspiel verschiedenster Bootstypen konnten die Anwärter wertvolle Erfahrung sammeln, mal auf einem anderen, weitläufigerem Gewässer fahren und erste praktische Einblicke in die Bootsfahrt mit anderen Verkehrsteilnehmern erlangen.

Dank der Wasserwacht Lindau bekamen einige Teilnehmer sogar die Möglichkeit, selbst einmal ein Gespür für die Leistung des Seewolfs zu entwickeln: und zwar direkt am Steuer.

Sieben neue Einsatzkräfte für die Wasserwacht kuhsee

Teilnehmer unterschiedlichster Altersgruppen der Wasserwacht Kuhsee

Mit erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs „Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst“ stehen seit vergangenem Wochenende nun sieben weitere, frisch ausgebildete Einsatzkräfte bereit.

Hierbei konnte erstmals das brandneue Ausbildungskonzept der Wasserwachten Anwendung finden:

Der Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst hat aufbauend auf das DRSA-Silber erweiterte Kenntnisse und Fertigkeiten. Er kann damit in Teilbereichen des Wasserrettungsdienstes der Wasserwacht eingesetzt werden.

Schon in diesem Lehrgang wurden die Teilnehmer theoretisch und praktisch auf medizinische Notfälle im Wasser vorbereitet und mit den im Stadtgebiet verwendeten Rettungsmitteln, sowie persönlicher Schutzausrüstung vertraut gemacht. Außerdem konnten Grundlagen der Fließwasserrettung erlernt werden.

Einen zusätzlichen Teil bildete die AED-Grundlagenausbildung, das Arbeiten auf Motorrettungsbooten und der Umgang mit Ertrinkenden.

Den nächsten Abschnitt dieser Ausbildungsreihe bildet die Weiterqualifizierung zum Wasserretter.

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung und alles Gute für die Wachsaison!

Videodreh mit Jugend der Augsburger Hilfsorganisationen

Zusammenarbeit ist nicht nur wichtig, sondern macht auch einen Riesenspaß!

Kurzfilm mit Jugend der Hilfsorganisationen

Gemeinsam mit den Jugendlichen der Augsburger Hilfsorganisationen des THW Ortsverbandes Augsburg, den Maltesern Augsburg, der Johanniter-Unfall-Hilfe und der freiwilligen Feuerwehr Kriegshaber, durfte die Wasserwacht Kuhsee am letzten Wochenende im April bei einem Kurzfilm mitwirken.

Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit der Augsburger Hilfsorganisationen schon ab dem Jugendalter zu stärken und organisationsübergreifend zu trainieren.

Spannendes Teamwork mit Gleichaltrigen im Ehrenamt konnte schon hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen! Hier ist das Video dazu:

Nach diesem Auftakt zur eigentlichen 48H-Übung bekamen die Jugendlichen schon einmal einen guten Einblick in die Arbeit der anderen Hilfsorganisationen in Augsburg, konnten die ein- oder andere Freundschaft schließen und erwarten schon mit großer Vorfreude die herausfordernden Szenarien der Großübung im September.

Wir freuen uns schon auf die weitere Zusammenarbeit mit allen!

Weihnachtsfeier Dezember 2018

Mit unserer diesjährigen Weihnachtsfeier konnte dank dem großartigen Engagement unserer Mitglieder wiederholt auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurückgeblickt werden.

Was wäre eine spannende Geschichte ohne einen begeisterten Erzähler? Was wäre ein mitreißendes Musikstück ohne einen Zuhörer, der sich mitreißen lässt? Was wäre ein beeindruckendes Schauspiel ohne Zuschauer und ohne einen gebührenden Applaus? Was wäre die Wasserwacht Kuhsee ohne euch?

Ihr seid unsere Erzähler, unsere Zuhörer und unsere Zuschauer zugleich. Vielen Dank für eure Leidenschaft und euren Einsatz im Jahr 2018!

Frohe Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr 2019 wünscht euch eure Jugendleitung.

Großer Tag der offenen Tür am Kuhsee

Auch in diesem Jahr organisierte die Wasserwacht Kuhsee im September einen großen Tag der offenen Tür und konnte den Besuchermassen mit jeder Menge Unterstützung der KV-Augsburg-Stadt-Gemeinschaften eine informative und abwechslungsreiche Veranstaltung bieten.

Blaulichttag – Tag der Offenen Tür der Wasserwacht Kuhsee – Tauchcontainer

Los ging es an diesem Sonntag schon relativ früh – 05.00 Uhr an der Station sein, letzte Vorbereitungen treffen, Frühstück herrichten, Stationen aufbauen und die vielen vielen Helfer erwarten. Nach einer kurzen Besprechung und gehaltvoller Nahrungsaufnahme dann auch schon der Aufbau der Attraktionen, sowie die Generalprobe für die beiden gemeinsamen Übungen am Nachmittag.

Unter dem Motto „Informieren und Mitmachen“ bekamen die zahlreichen Besucher den ganzen Tag über spannende Einblicke in die Wasser- und Landrettung:

Die Rettungshundestaffel lud zum informativen Gespräch für Hundefreunde, präsentierte Suchtechniken auf vier Pfoten und die enge Zusammenarbeit von Mensch und Tier.  Auch die kleineren Besucher kamen hierbei auf ihre Kosten und konnten neben Streicheleinheiten ihre künstlerischen Fähigkeiten im ‚Ausmalen‘ unter Beweis stellen. Wer lieber bemalt werden wollte, konnte sich beim Kinderschminken der ÖA unter den Pinsel legen oder einfach der Notfalldarstellung beim Vorbereiten der Betroffenen für die große Übung über die Schulter blicken.
Ein Blick konnte auch in die großen Gerätewagen der Bereitschaften 1 und 3 geworfen werden, sogar die Sitzmöglichkeiten im Wagen durfte man ausprobieren. Sitzend oder liegend wurden zudem Behandlungs-, Betreuungs- und Erstversorgungsmaßnahmen vorgestellt, sowie die Inhalte der unterschiedlichen Notfall-Rucksäcke.
Wer sich eher für Rettungsmöglichkeiten in großer Höhe interessierte, konnte beim Infostand der Bergwacht Seiltechnik und Sicherungsmöglichkeiten begutachten und ihre Ausrüstung für eisige Temperaturen unter die Lupe nehmen.
Genau hinsehen ist auch ein Thema des Kriseninterventionsdienstes, welcher über die Akuthilfe bei Betroffenen informierte und außerdem mit einem Einsatzwagen vor Ort war. Eine weitere, tierisch begabte, Einheit auf vier Pfoten bildete am Sonntag die Wasserrettungshundestaffel, die im Imagefilm am Info-Pavillon, an Land oder aktiv im Wasser zu bestaunen war.

Wir selbst haben unser SEG-Gespann, sowie die Kombination aus Motorrettungsboot und der Verwendung von Rettungswesten präsentiert und technische Neuerungen in der Wasserwacht mithilfe der Wasserwacht Krumbach vorgestellt. Das Sonar und die Einsatzdrohne – bei welcher der Kameraaufsatz ‚Wärmebild‘ live im Bildschirm zu sehen war – sind für viele, auch jüngere, Besucher ein Blickfang und wohl auch der Grund gewesen, sich noch genauer zu informieren und das Einsatzfahrzeug von Innen, sowie die Einsatzhilfsmittel von Nahmen zu bewundern.

Technisch genial – ausgestattet mit Sonar und Drohne

Außerdem konnten wir in diesem Jahr mit Unterstützung der Feuerwehr Augsburg-Stadt erstmals einen Tauchcontainer aufstellen und die verschiedenen Möglichkeiten der Taucher Unterwasser sichtbar darstellen. Neben Tauchtechniken der sich abwechselnden Teams wurde auch ein Tauchertelefon für Besucher verwendet und es konnte bei unterschiedlichen Aktivitäten wie ‚Unterwasser-UNO‘ oder ‚Taucherwasserball‘ den ganzen Tag über geholfen und zugesehen werden.

Auch unsere Wasserwachtjugend hatte einen eigenen Infostand mit einem anspruchsvollen Einhorn-Rettungsmittelparcours, einer Station zum Erlernen des Fingerkuppenverbandes, Plüschtierrettung mithilfe Rettungsring sowie vielen Informationen zu Training und Wettbewerben aufgestellt. Außerdem standen sie auch für Erklärungen am eigenen Einsatzfahrzeug bereit und führten Jugendliche im gleichen Alter durch die eindrucksvolle Ausstattung des Fahrzeuginneren.

Das Highlight bildete für viele der Gäste allerdings die beiden großen Einsatzübungen, an welchen alle Einheiten zusammen ein Übungsszenario demonstrierten: Ein Familienausflug auf einem Schlauchboot, doch plötzlich geht etwas schief – Nichtschimmer befinden sich im tiefen Wasser, es besteht Lebensgefahr. Hierbei konnte der Rettungsablauf genau verfolgt, die unterschiedlichen Einheiten in ihrem Spezialgebiet beobachtet und eine ganze Menge an Fahrzeugen am und im Wasser bewundert werden. Ob Wasserretter alleine, eine ganze Schnelleinsatzgruppe der Wasserwacht mit Boot in Aktion, eine Hundesuche an Land, Erstversorgungen durch Sanitätsstreifen, der Ablauf im Inneren eines Rettungswagens oder gar ein Hund der ein ganzes Boot im Wasser zieht.

Für jeden Geschmack etwas dabei – auch die abwechslungsreiche Verpflegung der rund 70 ehrenamtlichen Helfer durfte nicht fehlen: frische Semmeln und Kaffee in der Früh, kulinarisch wertvolle Auswahl beim Mittagessen und Snacks für den kleinen Hunger zwischendurch; unsere Schnell-Einkauf-Gruppe konnte die hungrigen Helfer mit ihren Kochkünsten überzeugen.

Auch Projektverantwortlicher Timo Tempelmann war überzeugt, dass die einzigartige Aktion den Besuchern und Helfern gleichermaßen viel Spaß bereite; denn dies sei in jedem Fall das Wichtigste im Ehrenamt.

Blaulichttag – Wir waren für euch vor Ort

Zu guter letzt einen riesen Dank an unseren Fotografen: Michael Mährlein von photoArs.de, dank ihm und auch der zahlreichen Drohnenflieger konnte dieser Tag in einzigartige Bilder gefasst werden.
Ein großes DANKESCHÖN möchten wir an dieser Stelle auch an das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer richten, nur mit euch ist so ein Event überhaupt möglich. Danke sagen wir auch der Berufsfeuerwehr Augsburg für die Zur-Verfügungstellung ihres großartigen Tauchcontainers und dem damit verbundenen Spaß für Besucher und unserer Einsatzkräfte. Ein zusätzliches Danke geht außerdem an die Wasserwacht Krumbach, die den weiten Anfahrtsweg nicht gescheut hatte, um mit uns zusammen technische Neuerungen im BRK vorzustellen.

Wir freuen uns auf euren und Ihren Besuch im nächsten Jahr!

Sepp Linder Pokal 2018 in Blaichach

Das Wochenende ist vorbei und damit auch ein weiterer Wettkampf der Wasserwachtjugend Kuhsee geschafft.

Zusammen mit Stufe I der Wasserwacht Augsburg-West konnten sich unsere Jugendlichen mit den ersten Plätzen der Kreiswettbewerbe aus ganz Schwaben messen, ihr Können nochmals unter Beweis stellen und mit Spiel und Spaß die Wasserwacht-Teams jenseits Augsburgs beim Bezirkswettbewerb Schwaben in Blaichach kennen zu lernen.

Während der zweistündigen Bussfahrt am Samstagmorgen wurden nochmals Knoten wiederholt und offene Fragen der Teilnehmer beantwortet.
Kurz nach Ankunft ging es dann auch schon los: Der Kreativteil. Ausgerüstet mit Bastel-Utensilien sollte ein Mobile zu Eis- und Baderegeln in zwei Stunden erstellt und beschrieben werden. Nach dieser Aufgabe und anschließendem Mittagessen fiel der Startschuss zum Wettbewerbsparcour:
Erste Hilfe in Theorie und Praxis, Wasserwachtwissen von A bis Z, Übungsszenarien zum Test der individuellen Fähigkeiten, spielerische Aufgaben für zwischendurch und Fragen zu Themengebieten rund um die Welt.

Eine stark blutende Wunde – der Druckverband wird angelegt

Nach dem Abendessen hatten die Jugendlichen eine Große Auswahl für den Abend: 

Eine Casino-Halle in der Aula, Bingo und Dosenwerfen, sowie die Möglichkeit, auf die eigenen Betreuer bei den Disziplinen Schubkarrenrennen oder Dreibein-Lauf zu wetten. Der Gewinn konnte dann in Frucht-Cocktails oder Spielversuche im Casino eingetauscht werden – das alles mit Einsatz von sog. Dunants, der Spielwährung des Zeltlagers Abendheuer Siedeln. Zeitgleich wurden auch  verschiedene Filme in den Musiksälen gezeigt, sodass an diesem Abend für jeden Geschmack etwas dabei war. Anschließend wurde wieder ein Traum vieler wahr; in einer Schule zu übernachten.
Am Sonntagmorgen dann der schwimmerische Teil: Schwimmen und Anfeuern über 4 Stunden hinweg, jeder in der Halle war gefordert und die Betreuer zum Ende hin entsprechend heiser. Trotzdem wurde die Stimme dann doch noch einmal für die Siegerehrung ausgepackt, um den Mannschaften ein dreifaches Patsch-Nass auf ihrem Weg zur Bühne zurufen zu können.

Transportstaffel des schwimmerischen Teils – angefeuert wurde sichtlich vom Beckenrand aus

Erstmals wurden auch die Betreuer-Teams der Mannschaften mit einer neuen Kategorie überrascht: Sie mussten auf einmal selber ran und konnten unter Beweils stellen, dass auch sie die Gebiete beherrschen, welche in den Vorbereitungsmonaten den Jugendlichen beigebracht wurden.
Dafür wurden ihre Fähigkeiten zunächst in Wasserwacht-Theorie, logischen Zusammenhängen und Mathematik getestet. Zu guter Letzt sorge eine kreative Schwimmstaffel – von Mohrenkopf-Transportstaffel bis hin zu einem Rettungsringschwimmen mit Flossen an den Händen – für Spaß bei Betreuern und Kids und gab letzteren die Möglichkeit, auch mal Betreuer spielen zu können und ihre Trainer anzufeuern. Für alle also eine gelungene Abwechslung und für unsere Betreuer sogar der zweite Platz.

Betreuerstaffel – mit Rettungsring unterwasser und Flossen an den Händen

Mit jeweils dem 8. Platz sind unsere beiden Mannschaften zwar nicht in der nächsten Runde, dem Landeswettbewerb, können jetzt aber auf ein kräftezehrendes und auch unterhaltsames Wochenende zurückblicken und freuen sich schon auf die Wettkämpfe im nächsten Jahr.
An dieser Stelle möchten wir unseren beiden Mannschaften der Stufen II und III zu ihren Platzierungen gratulieren, ihr seid super, weiter so!
Natürlich  gratulieren wir auch der Stufe I aus Augsburg-West, es hat uns Spaß gemacht, dieses Wochenende zusammen mit euch als „Augsburg-Stadt“ anzutreten.

Team Augsburg-Stadt: Unsere Stufen II und III zusammen mit Stufe I der Wasserwacht Augsburg-West

Ein großer Dank geht an unsere Bezirksjugendleitung, für den gut durchdachten Ablauf des Wettbewerbs und die Leistung der Menge an Arbeit, die daher steht. Auch beglückwünschen wir alle anderen Teilnehmer für ihren Sportsgeist, die erbrachten Leistungen und Platzierungen und wünschen den ersten und zweiten Plätzen viel Erfolg auf der nächsten Ebene! Vielleicht sieht man sich ja beim Großzeltlager Abentheuer Siedeln im nächsten Monat wieder.